- Spondylose
- Arthrose
- Bandscheibenvorfall
- HD
- Keilwirbel
- Kreuzbandriss
- Patellaluxation
Spondylose
Spondylosis deformans

Ursache
Brückenbildung aus knöchernen Randzacken an den Wirbelkörpern. Entzündungen an den Zwischenwirbelgelenken und an den Bandscheiben.
Symptome
Oft symptomlos. Teilweise Rückenschmerzen oder Probleme beim Aufstehen oder Hinlegen. Bei schleichendem Verlauf meidet der Hund bestimmte Bewegungen. Er reagiert oft empfindlich auf Berührungen, zeigt einen klammen Gang oder hinkt zeitweise. Möglich sind aber auch Nervenquetschungen an den Austrittsstellen großer Nerven aus dem Rückenmark mit der Folge von Lähmungen.
Therapie
Spondylosen können nicht geheilt, aber ihr Folgen behandelt werden. Während eines akuten Schubes mildert der Tierarzt die Schmerzen mit entzündungshemmenden Medikamenten.
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Volker Wienrich |
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Arthrose, Arthritis
Ursachen Arthrose
Ursachen können sein: altersbedingter Verschleiß, Folge einer nicht behandelten Arthritis, Übergewicht, Fehlstellungen, wie Verletzungen oder Entwicklungsstörungen von Gelenken (HD, ED) oder oft auch in Folge von anderen Gelenkserkrankungen.
Krankheitsanzeichen
Lahmheit oder Steifheit , vor allem nach dem Liegen. Über längere Zeit Verschlechterung
Therapie
Sind die Gelenke erst einmal arthrotisch verändert, kann der Tierarzt sie nicht mehr „neu machen“. Er kann das Befinden nur verbessern durch. Entzündungshemmende Medikamente. Bei Verdacht auf eine Gelenksinfektion Gabe von Antibiotika und evtl. chirurgisches Eingreifen
Ursachen Arthritis
Überbelastung durch Schlag, Zerrung, usw.. Infektionen durch Verletzungen oder über das Blut (Borreliose).Außerdem sind auch rheumatische Gelenksentzündungen möglich.
Krankheitsanzeichen
Schmerzen, Lahmheit, Gelenksanschwellung
Therapie
Entzündungshemmende Medikamente, Bei Verdacht auf Gelenksinfektion Gabe von Antibiotika und evtl. chirurgisches Eingreifen.
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Bandscheibenvorfall
Ursachen
Nachlassen der Elastizität der Bandscheibe und zusätzliche, manchmal auch nur leichte Überbelastungen der Wirbelsäule . Die Bandscheibe fällt in den Wirbelkanal vor und quetscht das Rückenmark.
Krankheitsanzeichen
Die fünf Grade
Bei einem Bandscheibenvorfall ersten Grades reagiert der Hund überempfindlich auf Berührungen der Wirbelsäule. Der Rücken kann auch schmerzhaft aufgekrümmt sein. Die Rückenmuskulatur ist verspannt und hart. Der Hund bewegt sich unwillig, aber noch durchaus normal.
Beim zweiten Grad fällt dem Betrachter ein unsicherer Stand auf. Die Bewegungen des Hundes wirken steif, übertrieben und „eckig“. Tierärzte sprechen von ataktischen Bewegungen. Der Hund kann aber noch gehen
Zu einer deutlichen Muskelschwäche kommt es beim dritten Grad. Bringt der Tierarzt dann ein Körperteil in eine ungewöhnliche Position, braucht der Hund deutlich länger, um dieses wieder normal in Stellung zu bringen. Der Hund kann sich außerdem nur mit seitlicher Abstützung aufrecht halten.
Gelähmt ist das Tier ab dem vierten Grad. Diese Lähmung betrifft die Muskulatur, die hinter dem Ort des Bandscheibenvorfalls liegt. In der Regel sind die Hinterbeine gelähmt. Bei diesem Grad können auch die Funktion der Schließmuskeln von Blase und Darm gestört sein und das Tier kann Kot- und Harnabsatz nicht mehr kontrollieren.
Beim fünften und schwersten Grad versagt schließlich die Wahrnehmung von Schmerzen. Der Patient nimmt die „Fischrobbenstellung“ ein und kann sich nicht mehr bewegen.
Therapie
In schweren Fällen mit Lähmungen u.U. frühzeitige (nur dann bestehen Erfolgsaussichten!) Operation. Bei weniger dramatischen Symptomen auch medikamentelle Therapie und konsequente Ruhigstellung. Zur Nachbehandlung Physiotherapie.
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HD
(Hüftgelenksdysplasie)
Ursachen
Genetische Veranlagung zur Ausbildung einer zu flachen Hüftgelenkspfanne. Zusätzlich sind Umweltfaktoren zu frühzeitige starke Belastung der Hüftgelenke (Springen usw.), Übergewicht und falsche Ernährung von erheblicher, oft auch ausschlaggebender Bedeutung.
HD-Schweregrade |
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A |
HD-Frei |
In jeder Hinsicht unauffällige Gelenke, Norberg-Winkel 105° oder mehr. Manchmal noch A1 wenn der Pfannenrand den Oberschenkelknochen noch weiter umgreift. |
25 % |
B |
HD-Verdacht |
Schenkelkopf oder Pfannendach sind leicht ungleichmäßig und der Norberg-Winkel beträgt 105° (oder mehr), oder Norberg-Winkel kleiner als 105° aber gleichförmiger Schenkelkopf und Pfannendach. |
33 % |
C |
Leichte HD |
Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind ungleichmäßig, Norberg-Winkel 100° oder kleiner. Eventuell leichte arthrotische Veränderungen. |
27 % |
D |
Mittlere HD |
Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind deutlich ungleichmäßig mit Teilverrenkungen. Norberg-Winkel größer 90°. Es kommt zu arthrotischen Veränderungen und/oder Veränderungen des Pfannenrandes. |
11 % |
E |
Schwere HD |
Auffällige Veränderungen an den Hüftgelenken (beispielsweise Teilverrenkungen), Norberg-Winkel unter 90°, der Pfannenrand ist deutlich abgeflacht. Es kommt zu verschiedenen arthrotischen Veränderungen. |
4 % |
Bisweilen werden die Grade A-D noch in A1 und A2, B1 und B2, C1 und C2 sowie D1 und D2 aufgeteilt.
Krankheitsanzeichen
Häufig über lange Zeit keine. Wenn sich im mittleren oder in höherem Alter eine Arthrose entwickelt, können entsprechende mittel- bis hochgradige Lahmheiten auftreten.
Therapie
Man kann HD nicht heilen. Man kann entzündungshemmende Medikamente geben. Bei dennoch fortgesetzten hochgradigen Problemen kann man verschiedene Operationsmethoden, vor allem Endoprothese (künstliches Hüftgelenk) durchführen. Die ebenfalls mögliche Durchtrennung der Nerven oder Muskeln bessert die Symptome meist nur vorübergehend.
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Volker Wienrich |
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Keilwirbel
Der Begriff Keilwirbel (Halbwirbel) besagt, dass ein Wirbel von der normalen Form abweicht. Ein gesunder Wirbel hat in der seitlichen Ansicht einer Röntgenaufnahme einen annähernd rechteckigen Querschnitt. Die Vorder- und die Hinterkante sind gleich hoch, Grund- und Deckplatte gerade. Wird die Vorderkante deutlich niedriger als die Hinterkante, nennt man dies einen Keilwirbel.
Keilwirbel gehören zu den pathologischen (krankhaften) Veränderungen von einem oder mehreren Wirbeln der Wirbelsäule.
Es handelt sich um eine Deformation des eigentlich viereckigen Wirbelkörpers, der nun eine dreieckige Form zeigt.
Es ist davon auszugehen, dass der Französische Bulldogge aufgrund ihrer Züchtung auf geringe Größe, kurze Rückenlänge und des komprimierten Körpers durch die damit verbundene Stauchung der Wirbelsäule und des gesamten Körpers, vom Fang bis zur Rute, zu dieser Deformation neigt.
Diese Missbildungen der Wirbelkörper verursachen Stenosen (Verengungen) im Wirbelkanal, begünstigen progressive (fortschreitende) Deformation und Instabilität der Wirbel mit degenerativen Bandscheibenveränderungen.
Darüber hinaus können auch an den Nervenwurzeln, den Spinalnerven oder dem Rückenmark Missbildungen und Quetschungen auftreten, bis hin zur Durchtrennung des Rückenmarkes.
Diese erbliche Erkrankung, deren Erbgang noch nicht genau entschlüsselt ist, sollte und muss züchterisch bekämpft werden.
Eine Vermehrung des Keilwirbelbestandes innerhalb der Rassepopulation sollte weitestgehend vermieden werden, indem stark von Deformationen betroffene Hunde gar nicht erst in die Zucht gelangen.
Prädisposition: Französische Bulldoggen, Englische Bulldoggen, Pekinesen, Boston Terrier, und andere brachyzephalen Rassen.
Quelle: Wikipedia
Kreuzbandriss beim Hund
Sehnen und Bänder können durch Überbelastung (Unfälle im weitesten Sinne) ganz oder teilweise reißen. In vielen Fällen wird das Band chronisch fehlbelastet. Es entstehen kleine Risse im Kreuzband, die zunehmen, bis schließlich eine geringfügig falsche Bewegung ausreicht um das Band reißen zu lassen. Da bei einem Kreuzbandriss die stützende Wirkung des Bandes aufgehoben ist, kommt es zu einer Instabilität im Knie. Das Kniegelenk ist, durch das Fehlen einer Führung, nun einer starken Reibung ausgesetzt, die Schmerzen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung wird der Meniskus stark belastet, was zu einem Riss, oder zum Umschlagen dessen führt. Man kann bei genauem Hinhören das Umklappen des Meniskus hören. Man nennt dieses Phänomen den Meniskusklick.
Krankheitsanzeichen
Plötzlich auftretende, dann unterschiedlich starke Lahmheit. Beim Kreuzbandriss am Knie lassen sich Oberschenkel- und Unterschenkelknochen gegeneinander abnorm verschieben.
Therapie
Eine Kreuzbandruptur sollte in jedem Fall behandelt werden. Die Therapie erfolgt operativ.
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Patellaluxation
Patellaluxation ist eine Kniegelenksverletzung, bei der die Kniescheibe (Patella) aus ihrer Führung springt (Luxation).
Ursachen
Genetisch bedingt kommt es zur Abflachung der Rollkämme des Oberschenkelknochens im Kniegelenk und zur Gliedmaßenfehlstellung.
Gradeinteilung
Grad I
Kniescheibe lässt sich manuell luxieren, springt aber danach spontan sofort wieder zurück.
Grad II
Kniescheibe lässt sich manuell luxieren, bleibt dann in dieser Position, kann aber durch Manipulation des Beines wieder in die richtige Position zurück verlagert werden.
Grad III
Kniescheibe ist kurzfristig oder dauerhaft luxiert, lässt sich aber manuell in die richtige Position bringen.
Grad IV
Kniescheibe ist permanent luxiert und lässt sich nicht in die richtige Position verlagern.
Krankheitsanzeichen
Über längere Zeit nur kurzzeitige Symptome. Das betroffene Bein wird plötzlich nicht mehr belastet, bis die Kniescheibe in ihre normale Position zurück gerutscht ist. Bei längerem Bestehen kann es zu bleibenden Lahmheiten infolge Muskelverkürzungen und Muskelschwund kommen.
Therapie
Operation. Möglich ist auch ein medikamentöser Behandlungsversuch mit dem Ziel, die Gelenkkapsel zu straffen.
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